PROJEKTE
Kurzbeschreibung:
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Bautätigkeit im Land Berlin wurden zehn bezirkseigene Flächen daraufhin untersucht, ob sie als Ausgleichsflächen für naturschutzrechtliche Eingriffe geeignet sind Dafür erarbeitete unser Büro eine Maßnahmenplanung als Grundlage für ein bezirksinternes Ökokonto.
In der ersten Projektphase wurden die Flächen nach dem „Ausführlichen Verfahren“ umfassend erfasst und bewertet. Für das Schutzgut Naturhaushalt umfasste dies die Untersuchung von Boden, Wasser, Klima, Flora und Fauna, die Kartierung von Biotopen und Bäumen sowie die Auswertung von Luftbildern und Umweltatlasdaten, ergänzt durch eigene Erhebungen. Die Ergebnisse wurden nach dem Wertpunktesystem des Berliner Leitfadens zur Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen bewertet und ihre Bedeutung für Biotopverbund, Landschaftsbild und Erholung ermittelt.
Darauf aufbauend wurde das naturschutzfachliche Aufwertungspotenzial bilanziert. Vier Flächen wurden aufgrund geringer Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschlossen. Für die verbleibenden Flächen wurden auf Grundlage der mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmten Maßnahmen ein Maßnahmenkonzept entwickelt und grafisch ausgearbeitet. Der Vergleich der Wertpunkte von Bestand und Planung verdeutlicht die prognostizierten Aufwertungen. Abschließend wurde eine Kostenschätzung für Herstellung, Pflege und Unterhaltung erstellt.
Für jede Fläche entstand ein zusammenfassendes Maßnahmenblatt. Zudem wurden auf Grundlage der faunistischen Potenzialanalyse Handlungsempfehlungen für den Umgang mit potenziell vorkommenden geschützten Arten sowie Hinweise zu erforderlichen artenschutzfachlichen Folgeuntersuchungen formuliert.

